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Mehr Salbei in den Merian Gärten

Wenn vieles im Garten schon verblüht ist, blüht er noch – der Salbei. Kaum eine Pflanzengattung ist so vielfältig in Form, Farbe und Duft. Unser Salbei-Sortiment hat nun Zuwachs bekommen: 14 neue Arten und 6 Sorten sind dazugekommen.

Eine Gärtnerei mit Leidenschaft

Den Anstoss zur Erweiterung gab die Bio-Gärtnerei Appisberg, die ihr Angebot neu ausrichten wollte. Dort hatten die zwei zuständigen Gärtnerinnen über Jahre eine beachtliches Salbei-Sortiment aufgebaut – und suchten nun einen neuen Ort, an dem die Pflanzen gut aufgehoben sind.

Artenvielfalt

Die Salbei sind bei uns genau am richtigen Ort. Bereits heute umfasst unser Sortiment eine grosse Vielfalt an Arten – zu sehen beim Brüglingerhof – und wir verfügen über viel Erfahrung im Umgang mit diesen prächtigen Pflanzen. Für die Übernahme des neuen Bestands galt ein einfaches Kriterium: Was haben wir noch nicht? «Die Sammlung der beiden Gärtnerinnen umfasste einige Exemplare, die man in der Schweiz nicht oft zu Gesicht bekommt und bei uns noch nicht vorhanden waren», erklärt Barbara Wüthrich, Kustodin der Merian Gärten. «Das passt wunderbar zu unserem bestehenden Sortiment.»
Denn Ziel ist es, die Vielfalt innerhalb einer Gattung sichtbar zu machen. «Wir wollen zeigen, wie viele wunderschöne und verschiedene Salbei es gibt», sagt Wüthrich. «Bei den Salbei lassen sich die Arten meist schon auf den ersten Blick unterscheiden. Bei vielen anderen Gattungen zeigen sich solche markanten Unterschiede dagegen oft erst bei Sorten.»

Neue Formen, neue Farben

„Der runzelblättrige Salbei (Salvia corrugata) ist mein Lieblingssalbei unter den neuen“, sagt Wüthrich. „Er hat auffällig zähe und runzelige Blätter.“
Über den Winter werden die Pflanzen im Gewächshaus untergebracht. Ab April sind die Salbei in Kübeln bei der Steintreppe hinter der Neuen Scheune, einige auch beim Bauerngarten an der Mauer Richtung Treffpunkt Lehmhaus zu finden, zwischen den eingepflanzten Salbei. Der endgültige Standort der neuen Pflanzen steht noch nicht fest.

Die Faszination Salbei

So wächst das Sortiment weiter – und mit ihm die Entdeckungsmöglichkeiten für Besucher:innen: Die Salbei zeigen eine erstaunliche Vielfalt an Blattformen, Farben, Oberflächen und Düften – und vielleicht entdeckt man beim Rundgang sogar den Lieblingssalbei von Barbara Wüthrich.

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Pflanze des Monats

Himmelsbambus
Nandina domestica

Duftende weisse Blüten im Sommer und rote Beeren im Herbst werden noch übertroffen von der Laubfärbung des Himmelsbambus: Sein Austrieb ist leuchtend rot, wechselt aber bald zu grün. Im Herbst bekommt das Laub eine attraktive Winterfärbung und fällt nicht ab. Zudem wird dieser hübsche Strauch nur etwa mannshoch und wäre die ideale Pflanze für viele Gärten.

Wäre, denn er hat durchaus ein paar unschöne Eigenschaften. Er gilt in milden Gegenden als winterhart. Ist er aber erfolgreich ausgepflanzt, bildet er mit der Zeit hartnäckige Wurzelausläufer. Die Beeren sind giftig, auch für einige Vogelarten. In den südlichen USA gilt die Pflanze inzwischen als invasiv und wird mühsam bekämpft. Hier ist sie aber unproblematisch. Noch.

Mit Bambus hat der Himmelsbambus nichts zu tun, der Name bezieht sich nur auf die entfernte Ähnlichkeit der Triebe. Das Gewächs ist verwandt mit Berberitzen, Elfenblumen und Mahonien. Kultiviert man den Himmelsbambus im Kübel, stellen die Ausläufer kein Problem dar. In milden Wintern kann diese schöne Pflanze draussen bleiben und verschönert die trübe Zeit.

Standort: Am Eingang des Pächterhauses

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Farbenpracht im Zauberwald

Pünktlich zu Ostern verwandelt sich das Rhododendrontal in einen bunten Zauberwald. Infolge des milden Wetters blühen die Pflanzen dieses Jahr etwas früher als gewohnt. Bereits in den letzten Tagen haben die ersten grösseren Exemplare ihre Blüten geöffnet; vorerst aber nur in den etwas dezenteren Farben wie Weiss oder Rosa. Besonders schön blühen zum Beispiel gerade die Arten Rhododendron augustinii, in der Nähe des Dyychs oder, bereits abblühend, Rhododendron oreodoxa var. shensiense beim Eingang. Wie viele der Rhododendren, haben wir auch diese Pflanzen selbst aus Samen herangezogen. In den nächsten Tagen werden nun die Azaleen mit ihren zahlreichen, schreiendbunten Blüten folgen.

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Sichtungsbeete in Betrieb

Die neuen Sichtungsbeete vor den Gewächshäusern sind erstmals in Betrieb. Hier haben wir Iris angepflanzt, bei denen wir unsicher sind, um welche Sorte es sich handelt. Erst wenn sie geblüht haben und wir die Sorte verifizieren konnten, werden sie in der Sammlung ausgepflanzt.

Die Sichtungsbeete bieten die Möglichkeit für solche Sichtungen und andere Praxistests: zum Beispiel neue Substrate ausprobieren, Wuchseigenschaften von Pflanzen vergleichen und vieles mehr, was wir nicht in den Schaubeeten machen können.

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Vorfreude auf den Herbst

Leuchtend rote Hagebutten in den Wildhecken und Tau am Morgen: wir freuen uns auf den Herbst.

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Am Sonntag ist HerbstGartenZeit!

Die Apfelringe sind verpackt, Marktstände aufgestellt, Pflanzen sortiert, Sommertee gemischt, Tröge bepflanzt - bald kann es losgehen! Wir freuen uns auf Sonntag.

HerbstGartenZeit

Sonntag, 25. September, 10 bis 17 Uhr

Der Pflanzenmarkt im Herbst! Seltene Sorten, Know-How und Inspiration

Das Programm: herbstgartenzeit.ch

In Zusammenarbeit mit ProSpecieRara

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Kahlschlag bei den Kübelpflanzen

Bevor die Fuchsien und andere Kübelpflanzen ins warme Gewächshaus geräumt werden, müssen sie ihr Laub lassen. Das sieht immer ein bisschen brutal aus, dient aber der Gesundheit. So werden Schädlinge, die sich im Laub verstecken, gar nicht erst eingeschleppt. Den Pflanzen macht der Rückschnitt nichts aus. Sie treiben im Gewächshaus neue, gesunde Blätter aus.

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Neuanpflanzung und mehr Ferienfeeling

In Vorder Brüglingen, zurzeit noch abgeschirmt hinter dem Bauzaun, entsteht eine neue Akzentpflanzung. Hier wird bald ein Eintauchen in eine exotische Mischung aus Hartlaubgewächsen, Blattschmuckstauden und eine an die Garrigue anlehnende Vegetationswelt möglich sein. Ein speziell durchlässiges und wärmespeicherndes Substrat stellt sicher, dass sich die mediterranen Pflanzen hier wohlfühlen. Mit viel Fachwissen sind unsere Gärtnerinnen und Gärtner momentan dabei, jede Pflanze an ihren zusagenden Standort zu verteilen und anschliessend einzupflanzen.

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