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Pflanze des Monats

Riesenfedergras
Celtica gigantea

Hohe Gräser sind eigentlich erst im Spätsommer aktuell, doch das Riesenfedergras ist eine Ausnahme. Schon im Mai steigen die Halme zwischen niedrigeren Pflanzen fontänengleich empor, um später wie flirrende Wölkchen darüber zu schweben.

Dieses zart anmutende Gras stammt aus Südspanien und Marokko; es liebt heisse und sonnige Standorte, durchlässigen Boden und freien Stand. Die Pflege ist einfach: Wer mag, schneidet die Blatthorste im Spätwinter eine Handbreit über dem Boden zurück und später, im Sommer, die verblühten Halme, falls diese das Bild stören. Düngen und Giessen kann man sich sparen. Gelegentlich versamt es sich, was meistens Anlass zur Freude ist – und ansonsten sind die Pflänzchen schnell gejätet oder eingetopft und verschenkt.

In den Merian Gärten bildet das Riesenfedergras einen luftigen Kontrast zu den bombastischen Blütenständen der Steppen- und Königskerzen. Es bleibt trotz seiner Höhe transparent und fängt mit seinen flirrenden Rispen das Sonnenlicht ein. Der Sommer kann kommen!

Standort: Im Farbhügel neben dem Pächterhaus Vorder Brüglingen

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Es wird grün: die ersten Pflanzen kommen ins Beet

Der Arzneipflanzengarten macht Fortschritte! Wo es im Januar noch kahl war, wird es jetzt langsam grün.

Letzte Woche hat das Team der Gärtnerinnen und Gärtner mehrere hundert Pflanzen gesetzt. So eine grosse Aktion geht nur mit einem sorgfältigen Pflanzplan: auf diesem ist definiert, welche Arten wo wachsen sollen, wie viel Platz jede Art braucht und welche Stückzahl bestellt werden muss.  
In den kommenden Wochen folgen weitere Pflanzen: Einerseits die Jungpflanzen, die momentan im Gewächshaus noch Zeit zum Anwachsen brauchen, andererseits Pflanzen, die nicht winterhart sind und erst Mitte Mai ins Freie können.

Neben Minze, Salbei, Lavendel und anderen bekannten Arzneipflanzen freuen wir uns auch über einige Besonderheiten im Garten: Camellia sinensis, die Teepflanze, die in unseren Breitengraden eher selten zu sehen ist, oder Ribes nigrum, die ursprüngliche Wildform der Johannisbeere. Oder die Acker-Minze, die vermeintlich zu wenig attraktiv ist für die meisten Hobbygärtnerinnen und deshalb kaum in Gärtnerein zu finden, aber medizinisch durchaus relevant ist. 
Noch sind die Pflanzen klein; mit den kommenden warmen Tagen dürfte sich das jedoch schnell ändern. Bis die Pflanzen sich aber voll entfaltet haben, braucht es etwas Geduld – um vollständig einzuwachsen, brauchen die meisten Arten etwa 2 Jahre.

Bis zur Eröffnung am 7. Juni wird bereits ein stimmiger, lebendiger Garten erlebbar sein.

Programm Eröffnung
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Die ersten Iris blühen!

Die ersten Iris blühen! Darunter auch das ‘Findelkind’. Diese Sorte der mittelhohen Bartiris nutzen wir jedes Jahr um unseren Kalender einzustellen: Wenn sie blüht, dauert es noch zwei bis drei Wochen, bis die gesamte Iris-Sammlung in voller Blüte steht. Sollte das Wetter sonnig und relativ warm bleiben, erwarten wir den Beginn der Hauptblüte in der Woche von Auffahrt.

Schon jetzt lohnt sich ein Besuch. Nicht nur die mittelhohen, auch die Zwerg-Iris blühen. Sie sind nur 30 Zentimeter hoch, aber genauso farbenfroh wie ihre grossen Verwandten.

Mehr über die Irissammlung
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Jetzt aktuell

Was blüht?

Aktuell sehen die Merian Gärten jede Woche anders aus. Gleich zwei Sammlungen beginnen zu blühen und das märchenhafte Rhododendrontal ist unbedingt einen Besuch wert! Unsere Blüten-Highlights im April:


Sammlungen/ Besucherlieblinge

  • Rhododendrontal: Die Azaleen sind gerade in voller Blüte; die Rhododendren teilweise schon vorbei, teilweise kommen sie erst noch.
  • Pfingstrosen: Die Strauchpfingstrosen blühen, bei den Staudenpfingstrosen die ersten. Bemerkenswert sind beispielsweise Paeonia daurica subsp. mlokosewitschii (gelb und mit ungewöhnlicher Blattform), Paeonia arietina, Paeonia ‘Early Scout’ (eine Hybride zw. P. lactiflora und P. tenuifolia).
  • Die Zwergiris sind in voller Blüte. Ebenso einige Arten wie Iris x germanica(s), I. pallida, Iris marsica, Die meisten mittelhohen Iris blühen ebenfalls.

Ansonsten:

  • Die Mondviole (Lunaria rediviva) verzaubert den Dyychuferweg mit lila Blüten. Der Name kommt davon, dass die Pflanze in der Nacht duftet um Nachtfalter anzuziehen.
  • Verschiedenste späte Tulpen blühen noch – aber nicht mehr lange. Beispielsweise beim Sommersitzplatz neben der Villa Merian (Tulipa ‘Green Star’) oder die hübschen gelben Tulpen zwischen Villa und Mühle (Tulipa batalinii ‘Yellow Jewel’)
  • Ebenfalls beim Sommersitzplatz neben der Villa Merian blühen jetzt verschiedene Schneebälle (Viburnum) und verschiedene Salomonssiegel (zB Polygonatum multiflorum 'Ramosissimum')
  • Im Nordgarten leuchtet das Grüngelb der Mittelmeer-Wolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii) im «Eichenhügel». Und gleich daneben im «Lindenhain» ein weisser Teppich der Grossen Stermiere (Stellaria holostea bzw. neu Rabelera holostea)
  • Bijous im Schatten der Rhododendren: Riesen-Dreizipfellilie (Trillium chloropetalum var. giganteum), Himalaya-Maiapfel (Podophyllum hexandrum) und Einbeere (Paris quadrifolia). Alles sind Pflanzen mit insbesondere auffälligem Blatt, aber bei genauer Betrachtung interessanter Blüte
  • Und in den ganzen Gärten ist der Weissdorn in den Wildhecken besonders schön (Crataegus monogyna): Sein Weiss leuchtet aus allem heraus.
Zwergiris 'Laurin'
Zwergiris 'Laurin'
Euphorbia characias ssp. wulfenii
Euphorbia characias ssp. wulfenii
Rabelera (Stellaria) holostea
Rabelera (Stellaria) holostea
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Pflanze des Monats

Spanischer Ginster
Genista hispanica

Trockener, steiniger Boden? Vollsonnig und heiss? Keine Lust, nach Feierabend den Garten zu giessen? Dann wäre der Spanische Ginster eine passende Pflanze für Ihren Garten. Er wächst zu einem kompakten Kissen heran, sieht das ganze Jahr über proper aus, und ab Mitte April ist er übersät mit gelben Blüten, an denen diverse Insekten ihre Freude haben. Dünger produziert er selber, mithilfe von Knöllchenbakterien in seiner Wurzel. Im Gegensatz zu anderen Ginsterarten verträgt er sogar unseren kalkhaltigen Boden.

Aber aufgepasst beim Kauf! Als Spanischen Ginster bekommen Sie im Handel oft den Binsenginster. Hierbei kommt es nämlich auf den botanischen Namen an: Genista hispanica ist niedrig, kompakt und wunderschön; Spartium junceum ist hoch, breit und auch wunderschön - aber eben ganz anders.

Vor einigen Jahren entdeckten wir in einem der Stachelkissen ein gut getarntes Nest. Nach längerem Werweissen («Haselmaus? Zaunkönig? Superman?») haben wir das Rätsel gelöst: Der Zilpzalp wars! Ein kleiner brauner Vogel, dessen Ruf wie sein Name klingt, irgendwie. Sein Nest baut er knapp über dem Boden in niedrigem Gesträuch. Da er sich heimlich ans Nest anpirscht, sieht man ihn fast nie. Falls doch, freuen Sie sich!

Standort: Im Nordgarten, im "Eichenhügel"

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Umbau im Arzneipflanzengarten

Wer in diesen Tagen durch den Arzneipflanzengarten geht, wundert sich vielleicht: Die Beete sind leer. Wo sonst eine Vielzahl an Pflanzen wächst, sieht man derzeit Erde, Holz, Kies, Steine – und auch immer wieder einen Bagger.

Der Grund: Wir überarbeiten den Garten. Unser Team der Landschaftsgärtner erneuert die Beetabtrennungen und baut eine Drainageschicht aus Steinen ein, damit überschüssiges Wasser künftig besser abfliessen kann. Anschliessend wird frische Erde eingebracht und die Beete für die neue Bepflanzung vorbereitet. Für all diese Arbeiten kommen auch grössere Maschinen zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen ist deshalb der Durchgang zur Orangerie zeitweise gesperrt.

Die Pflanzen selbst sind übrigens nicht alle verschwunden. Wir haben sie bereits im Herbst ausgegraben. Jetzt warten vielen von ihnen in Kübeln darauf, wieder ausgepflanzt zu werden.

Die Arzneipflanzen kommen also zurück. Schon bald wird es hier wieder wachsen und blühen.

Und das feiern wir: Am 7. Juni laden wir zur Wiedereröffnung des Arzneipflanzengartens ein.

Save the date!

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Pflanze des Monats

Mandelbaum
Prunus dulcis

Es gibt vernünftige Gründe, keinen Mandelbaum zu pflanzen: Er wächst nur im Weinbauklima, liebt heisse Sommer und mildfeuchte Winter. Bei starkem Frost leidet der Fruchtansatz. Falls nicht, entwickeln sich Früchte, die an vergammelte Aprikosen erinnern. Es gibt verschiedene Sorten, doch die meisten lassen sich kaum knacken, und bittere Mandeln sind giftig. Am besten geeignet sind sogenannte Krachmandeln. Der Name kommt nicht etwa vom Krach beim Öffnen der Schale, sondern bezeichnet Varietäten, welche leicht zu knacken sind.

Ist die Mandel endlich befreit, freut sich der Mensch. Sie schmeckt wunderbar, ist gesund und lässt sich vielfältig verwenden. Hätte sie einen exotisch klingenden Namen wie Chia oder Quinoa, würde sie im Internet 
von Inflünzern als Superfood gefeiert. Man kann sie essen, backen, zu Öl, Milch oder Paste verarbeiten oder als Schmiermittel sowie zur Körperpflege verwenden.

Mandelbäume stammen aus Südwestasien, werden seit Jahrtausenden genutzt und wurden von den Römern (die genau wussten, was gut ist) nach Europa gebracht, zusammen mit dem Wein. Inzwischen werden Mandeln in vielen Weltgegenden angebaut, was mancherorts durch den hohen Wasserbedarf zum Problem wird. In Anbaugebieten wie zum Beispiel in der Pfalz zieht die Mandelblüte jedes Jahr viele Besucher an. Wenn sich die Knospen öffnen, ist das immer wieder eine grosse Freude. Die unglaublich schöne Blüte ist vielleicht kein vernünftiger, aber ein guter Grund, auch im eigenen Garten ein Mandelbäumchen zu pflanzen. Wenn man dann später ein paar Mandeln ernten kann: Umso besser!

Standort: Im Nordgarten, hinter dem Silberhang

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Pflanze des Monats

Traubendorn
Danae racemosa

Wer den Traubendorn kaufen möchte, sucht meistens lange, da ihn kaum eine Gärtnerei anbietet. Denn die Aussaat dauert ewig, die Teilung ist unergiebig und mühsam. Hat man ihn dann doch irgendwo gefunden, geduldet man sich einige Jahre, bis die Pflanze zur vollen Schönheit herangewachsen ist. Doch es lohnt sich: Glänzendgrünes Laub, elegant überhängender Wuchs und rote Beeren im Herbst – und das über Jahrzehnte!

Hinter dem Namen Danae verbirgt sich eine haarsträubende Geschichte der griechischen Mythologie: Akrisios, dem König von Argos, wurde geweissagt, er werde dereinst durch die Hand seines Enkels sterben. Daraufhin fiel ihm nichts Besseres ein, als seine einzige Tochter Danae einzusperren, auf dass es keinen solchen geben möge. Zeus, Göttervater und grosser Befruchter, drang daraufhin in Form eines goldenen Regens in Danaes   Verlies ein, um sie (wahrscheinlich ungefragt) zu schwängern. Ein Enkel namens Perseus wurde geboren, woraufhin Danae von ihrem liebenden Vater mitsamt Säugling in einer Holztruhe ins Meer geworfen wurde.

Beide wurden von einem Fischer gerettet und lebten auf dessen Insel. Es folgten diverse abenteuerliche Geschichten, welche zu lang und wirr sind, als dass sie hier erzählt werden könnten. Jahre später starb Akrisios an einem Sportanlass durch einen fehlgeleiteten Diskuswurf aus Perseus' Hand. Gute alte Zeit nennt man sowas... Der Traubendorn ist aber trotz allem eine wunderbare Pflanze.

Standort: Im Nordgarten, im "Eichenhügel"

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Pflanze des Monats

Hadernblatt, Zungen-Mäusedorn
Ruscus hypoglossum

«Hier wächst nix! » schallt es durch die Gärten, wenn es um trockenheisse Stellen im Schatten unter Bäumen geht. Wo Rosen, Tulpen, Nelken nur jammern und verwelken, könnte man es mit dem Hadernblatt versuchen. Nach der Pflanzung tut es erstmal keinen Wank, legt aber im Folgejahr zu und später richtig los. Mit seinen kurzen Ausläufern ist es ein zuverlässiger, immergrüner Bodendecker.

Das Hadernblatt stammt aus Südosteuropa und der Türkei. 1543 schrieb der berühmte Arzt und Botaniker Leonhart Fuchs zur «Statt seiner wachsung», «Das Zäpfflinkraut (Hach, welch schöner Name!) wechst in hohen wälden unnd würdt auß dem Ungerland zu uns gebracht unnd in ettlichen gärten gepflantzt.» Seine breiten Blätter sind keine, sondern umgewandelte Stiele. In deren Mitte sitzen im Frühling (und oft schon im Winter) winzige Blüten und im Sommer rote Beeren. Diese aber nur theoretisch, da hier nur weibliche Pflanzen stehen und die Männchen fehlen.

Sieht man genau hin, entdeckt man, dass die kleinen Blüten frech ihre Zungen herausstrecken. Aber keine Angst, sie leiden nicht unter der Blauzungenkrankheit, sie sind vielmehr die Chow Chows unter den Pflanzen. Aber vegan.

Standort: Im Nordgarten, im "Eichenhügel"

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Mehr Salbei in den Merian Gärten

Wenn vieles im Garten schon verblüht ist, blüht er noch – der Salbei. Kaum eine Pflanzengattung ist so vielfältig in Form, Farbe und Duft. Unser Salbei-Sortiment hat nun Zuwachs bekommen: 14 neue Arten und 6 Sorten sind dazugekommen.

Eine Gärtnerei mit Leidenschaft

Den Anstoss zur Erweiterung gab die Bio-Gärtnerei Appisberg, die ihr Angebot neu ausrichten wollte. Dort hatten die zwei zuständigen Gärtnerinnen über Jahre eine beachtliches Salbei-Sortiment aufgebaut – und suchten nun einen neuen Ort, an dem die Pflanzen gut aufgehoben sind.

Artenvielfalt

Die Salbei sind bei uns genau am richtigen Ort. Bereits heute umfasst unser Sortiment eine grosse Vielfalt an Arten – zu sehen beim Brüglingerhof – und wir verfügen über viel Erfahrung im Umgang mit diesen prächtigen Pflanzen. Für die Übernahme des neuen Bestands galt ein einfaches Kriterium: Was haben wir noch nicht? «Die Sammlung der beiden Gärtnerinnen umfasste einige Exemplare, die man in der Schweiz nicht oft zu Gesicht bekommt und bei uns noch nicht vorhanden waren», erklärt Barbara Wüthrich, Kustodin der Merian Gärten. «Das passt wunderbar zu unserem bestehenden Sortiment.»
Denn Ziel ist es, die Vielfalt innerhalb einer Gattung sichtbar zu machen. «Wir wollen zeigen, wie viele wunderschöne und verschiedene Salbei es gibt», sagt Wüthrich. «Bei den Salbei lassen sich die Arten meist schon auf den ersten Blick unterscheiden. Bei vielen anderen Gattungen zeigen sich solche markanten Unterschiede dagegen oft erst bei Sorten.»

Neue Formen, neue Farben

„Der runzelblättrige Salbei (Salvia corrugata) ist mein Lieblingssalbei unter den neuen“, sagt Wüthrich. „Er hat auffällig zähe und runzelige Blätter.“
Über den Winter werden die Pflanzen im Gewächshaus untergebracht. Ab April sind die Salbei in Kübeln bei der Steintreppe hinter der Neuen Scheune, einige auch beim Bauerngarten an der Mauer Richtung Treffpunkt Lehmhaus zu finden, zwischen den eingepflanzten Salbei. Der endgültige Standort der neuen Pflanzen steht noch nicht fest.

Die Faszination Salbei

So wächst das Sortiment weiter – und mit ihm die Entdeckungsmöglichkeiten für Besucher:innen: Die Salbei zeigen eine erstaunliche Vielfalt an Blattformen, Farben, Oberflächen und Düften – und vielleicht entdeckt man beim Rundgang sogar den Lieblingssalbei von Barbara Wüthrich.