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Artenreiche Wiesen in den Merian Gärten

Masterstudentin Célia Stutz hat den Sommer über in den Trockenwiesen der Merian Gärten die Artenvielfalt untersucht. Sie hatte dafür Untersuchungsflächen abgesteckt, wie wir im Juni informierten. Nun ist die Studie abgeschlossen und die Ergebnisse liegen vor.

Das Hauptziel war, ein Inventar der Pflanzenarten zu erstellen – also zu dokumentieren, welche Pflanzenarten vorkommen und wo diese wachsen. Célia Stutz konnte 106 Arten bestimmen: dabei waren 18 verschiedene Gräser, häufige Pflanzen wie Wilde Möhren (Daucus carota), Klatschnelken (Silene vulgaris) und Bunte Kronwicke (Securigera varia) aber auch einige seltenere Arten wie die Wander-Bibernelle (Pimpinella peregrina), die aus dem Mittelmeeerraum stammt.

Über die Artenzusammensetzung konnte Célia Stutz die Wiesen in verschiedene Typen kategorisieren und ihren Zustand bewerten. Insgesamt schneiden die Wiesen in den Merian Gärten relativ gut ab. Diesen Wiesen sind sehr artenreich, dennoch fehlen einige typische Arten wie Wiesenbocksbart (Tragopogon pratensis) und Golddistel (Carlina vulgaris). Ausserdem wächst an manchen Stellen zu viel Moos. Auch kommen in den Wiesen invasive Neophyten wie Armenische Brombeere (Rubus armeniacus) und Einjähriges Berufskraut (Erigeron annuus) vor, die sich stark ausbreiten und so einheimische Pflanzenarten verdrängen können.

Auch die Beobachtung von Schmetterlingen lässt eine Aussage über den Zustand der Wiesen zu. Célia Stutz konnte im Trockenbiotop den seltenen Himmelblauen Bläuling (Polyommatus bellargus) und das Gemeine Widderchen (Zygaena filipendulae) feststellen. Beide sind typisch für Trockenwiesen und ihre Anwesenheit ist ein sehr gutes Zeichen.

Die Erkenntnisse aus der Studie fliessen in den bestehenden Pflegeplan der Merian Gärten ein und helfen uns, die Pflege der geschützten Wiesen in den Gärten zu optimieren.

Was sind Trockenwiesen?

Bundesamt für Umwelt BAFU: Verordnung über den Schutz der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung

Blütenspaziergang im September

In diesem Monat führt der Blütenspaziergang vom Nutzpflanzengarten zum Rhododendrontal.

Auf dem Weg zum Nutzpflanzengarten lohnt sich ein Blick hinter das Ökonomiegebäude. Hier stehen viele Kübelpflanzen in Blüte. So zum Beispiel der Stachel-Nachtschatten (Solanum rostratum) und verschiedene Schönmalven (Abutilon Hyriden). Im Nutzpflanzengarten gibt es dann viele Spätsommerblüten zu sehen. Die Sonnenblumen sind dieses Jahr aussergewöhnlich hoch geworden. Ein schönes Granatapfel-Exemplar (Punica granatum) macht mit leuchtenden Blüten auf sich aufmerksam. Fast nebenan können die wunderbaren Blüten der Karkade (Hibiscus sabdariffa) bewundert werden.
Vom Nutzpflanzengarten geht es an den Kletterpflanzen vorbei, wo verschiedene Prunkwinden (Ipomoea) und ein Flammenschlinger (Senecio confusus) die Kokosschnüre am Gewächshaus erobert haben.

Hinter dem Garten durch, geht es weiter den Weg oberhalb des Irishangs entlang. Gleich mehrere Kräuselmyrthen (Lagerstroemia indica) leuchten hier ihr Rosa in den Himmel. Der Weg führt weiter bis an das alte Tor und Richtung Hochplateau. Einige Schritte später fällt der Blick auf eine üppige aber feine Blütenfülle in rosa und lila. Verschiedene Buschklee (Lesbedeza), sowie ein Indigostrauch (Indigofera heterantha) sind dafür verantwortlich.

Über das Hochplateau erreicht der Spaziergänger/ die Spaziergängerin schliesslich das Rhododendron-Tal. Einen üppigen Empfang bereiten mehrere Lilien-Sorten vor einem Rhododendron mit blauer Nachblüte (Rhododendron russatum-Hybride). Fast exotisch wirken die Blüten zweier Begonien (B. grandis ssp. chinensis, B. grandis ssp. Evansiana 'Alba') sowie die Traubenlilie (Liriope muscari). Wer etwas genauer hinschaut findet auch die Elfengleichen Blüten von der Scheinanemone (Anemonopsis macrophylla) und das fast reine Blau des Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea). Als krönenden Abschluss am Übergang zwischen Rhododendron-Tal und Dychuferweg präsentiert sich die immer wieder fantastische Krötenlilie (Tricyrtis Hybride).

Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)
Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)
Granatapfel (Punica granatum 'Legrellei')
Granatapfel (Punica granatum 'Legrellei')
Prunkwinde (Ipomoea hederacea)
Prunkwinde (Ipomoea hederacea)
Begonie (Begonia grandis ssp. chinensis)
Begonie (Begonia grandis ssp. chinensis)
Krötenlilie (Tricyrtis Hybride)
Krötenlilie (Tricyrtis Hybride)

Pflanze des Monats

Afghanische Feige (Ficu Johannis SSP Afghanistica)

Die Berge Afghanistans sind nicht gerade für ihr mildes Klima bekannt. Trotzdem wächst dort die Afghanische Feige in Felsspalten, zwischen Steinen und an kargen Berghängen bis in die Höhe von 2200 Metern über dem Meer. Sie trotzt Wintertemperaturen unter -30 Grad und sommerlicher Trockenheit. Ihre Früchte sind nur kirschgross, sollen aber süss und köstlich schmecken, wenn es welche gibt…

 …denn ganz so einfach ist das nicht mit der Feigenbefruchtung. Details möchten wir ihnen ersparen. Wären Feigen auf Facebook, hiesse ihr Beziehungsstatus "It's complicated". Zwei Typen von Feigen sind involviert: Eine mit sowohl männlichen als auch sterilen weiblichen Blüten sowie eine mit nur fruchtbaren weiblichen Blüten. Erschwerend hinzu kommt eine Gallwespenart, welche die fast verschlossenen Feigenblüten bestäubt und darin stirbt. Aber es gibt auch selbstfruchtbare Feigensorten, welche auch hier, wo die Gallwespe nicht vorkommt, Früchte bilden. Diese sind gallwespenfrei und somit auch für Veganer geeignet.

Über die Afghanische Feige finden sich leider nur spärliche und widersprüchliche Informationen. Verkaufsbetriebe preisen die Selbstfruchtbarkeit und den üppigen Fruchtbehang, doch ihre Besitzer rätseln in Internetforen, ob und wann sie wohl Feigen ernten werden. Die Art ist oft unklar, da viele Pflanzen unter falschem Namen gehandelt werden. Dieses Exemplar hier soll schon gefruchtet haben, aber eben… genaueres weiss man nicht. Doch ganz abgesehen von kulinarischen Beweggründen ist diese Feigenart mit ihrem attraktiven Laub eine besondere Pflanze für karge, heisse und trockene Stellen.

Blütenspaziergang im August

Im Monat August beginnt der Blütenspaziergang im Rhododendrontal. Gleich gegenüber dem Eingang zeigen verschiedene Lilien ihre Blütenpracht. Etwas weiter dem Dych entlang steht auf der linken Weg Seite das stattliche Exemplar einer blühenden Wachsglocke (Kirengeshoma palmata). Vor dem Verlassen des Rhododendron-Tals empfiehlt sich noch ein kurzer Blick zurück. Am rechten Weg können zwar keine Blüten, aber die reptilienartig gemusterten Blattstiele einer Eidechsenwurz (Sauromatum venosum) bewundert werden.

Weiter geht's ohne Blüten, aber dafür mit Vögeln und Libellen dem Dych entlang, über die Brücke, am Lehmhaus vorbei zum Salbeibeet an der Mauer des Arzneipflanzengartens. Viele der Salbei-Arten sind noch am Blühen. So zum Beispiel Gamander-Salbei (Salvia chamaedryoides) oder Salvia greggii x serpyllifolia. Im Arzneipflanzengarten zeigen sich, jedes Jahr noch üppiger, die blauen Blüten des Mönchspfeffers (Vitex agnus-castus). Ausserdem besonders sehenswert: Bischofskraut (Ammi visnaga), Tiger-Lilie (Lilium tigrinum-Hybriden), Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica), Wiesen-Alant (Inula britannica), Feinbehaarte Tigerglocke (Codonopsis pilosula), Aromatischer Wasserdost (Ageratina aromatica), Pylzows Rittersporn (Delphinium pilzowii) und die Chinesische Schlangenhaargurke (Trichosanthes kirilowii). Vor der Orangerie stehen in Kübeln verschiedene Duftpelargonien, die aber auch schön zum Anschauen sind.
Auf der anderen Seite des kleinen Kanals trumpfen bereits viele Dahlien mit ihren leuchtenden Farben auf.

Der Spaziergang führt nun weiter dem Dych entlang, bis zu den winterharten Fuchsien, bei denen fast alle Exemplare am Blühen sind.
Wer Lust hat, kann dann weiter zur Clematis Sammlung gehen. Dort zeigen sich zahlreiche dezente Glöckchen zum Beispiel von Clematis 'Rooguchi', C. viorna, C. 'Hanna', C. pitcheri, C. 'Mary Rose' (etwas weniger dezent…).
Als duftender und immer wieder gefälliger Abschluss sollte noch der Silberhang mit Silber-Perowskien (Perovskia atriplicifolia) und kleinblütiger Bergminze (Calamintha nepeta 'Triumphator') voller Bienen und anderen Insekten besucht werden.

Dahlie (Dahlia 'Wittem')
Dahlie (Dahlia 'Wittem')
Schlangenhaargurke (Trichosanthes kirilowii)
Schlangenhaargurke (Trichosanthes kirilowii)
Tiger-Lilie (Lilium tigrinum-Hybriden)
Tiger-Lilie (Lilium tigrinum-Hybriden)
Waldrebe (Clematis 'Hanna')
Waldrebe (Clematis 'Hanna')
Silber-Perowskie (Perovskia atriplicifolia)
Silber-Perowskie (Perovskia atriplicifolia)

Pflanze des Monats

Giftbeere (Nicandra physalodes)

Diese hübsche Pflanze hätte wirklich einen anderen Namen verdient! Blaues Feierabendglöckchen vielleicht, oder Sommersurprisli. Schwarzkelch wäre auch passend, doch der Name Giftbeere tut ihr Unrecht, da die vielbeschworene Giftwirkung nur schwach vorhanden ist. Sie wird ziemlich marktschreierisch als Weisse-Fliege-Ade-Pflanze gehandelt und soll diesen Schädling je nach Anpreisung töten, vertreiben oder von anderen Pflanzen weglocken. Erfahrungen bestätigen nur, dass man nichts auf solche Werbeaussagen geben sollte.

Dabei gibt es viele Gründe, diese einjährige Schönheit in den Garten zu lassen. Allein die blauen Glöckchen! Vormittags sucht man diese leider vergebens. Wir wissen das seit etlichen vergeblichen Versuchen, sie zeitig zu fotografieren. Die sich nach unten neigenden Knospen entpuppten sich gegen Mittag als verwelkende Reste. Die neuen zeigen erst nach oben, senken sich nachmittags in die Waagerechte und blühen nur für einige Stunden. Doch die dunklen Kelche sind lange attraktiv und verleihen der Giftbeere das gewisse Etwas.

Giftbeeren tauchen manchmal als Überraschung in den Beeten auf. Die Samen überleben jahrelang im Boden und kommen oft mit Kompost oder Pflanzen in den Garten. Lässt man sie versamen, wird man sich noch Jahre später an blauen Feierabendglöckchen in den Beeten freuen.

Pflanze des Monats

Centifolia-Gallica-Rose (Rosa 'Robert Le Diable')

 Als Staudenliebhaber könnte man momentan still verzweifeln, gäbe es nicht Julihelden wie die Taglilien. Die Frühsommerblumen lehnen sich erschöpft zurück und kümmern sich nur noch um den Samenansatz, während Astern und andere Herbstblüher noch mit Wachsen beschäftigt sind. Taglilien jedoch raffen sich zu einem Sommerfeuerwerk in den Farben Rot, Gelb, Orange, Rosa, Melonig, Bräunlich oder sogar Grünlich auf. Die einzelnen Blüten werden nur einen Tag alt, aber da sich jeden Morgen Neue öffnen, kann die Blütezeit bis zu fünf Wochen dauern.

Der Name dieser hübschen Sorte mutet seltsam an. Siloam Springs ist ein amerikanisches Städtchen und war die Heimat der begnadeten, leider verstorbenen Taglilienzüchterin Pauline Henry. Sie hat sich dort wahrscheinlich recht wohlgefühlt: 474 ihrer Züchtungen beginnen ihren Namen mit Siloam. Doodlebugs sind Asseln. Der Zusammenhang erschliesst sich nicht ganz, aber mit etwas sehr viel Fantasie erinnert die dunkle Blütenmitte an ein fröhliches Asseltreffen.

Taglilienblüten gelten als essbar, einige Sorten werden seit Jahrtausenden in Ostasien verwendet. Doch aufgepasst: Viele Taglilienarten sind leicht giftig, das gilt auch für die daraus gezüchteten Sorten. Sie können geradezu epischen Durchfall verursachen, wie wir aus eigener, leidvoller Erfahrung zu berichten wissen.

Blütenspaziergang im Juni

Ein Blütenspaziergang durch die Merian Gärten steht momentan besonders im Zeichen der Rose. Beginnend auf dem Hof von Vorder Brüglingen zieht bereits eine Gruppe von Rosa multiflora den Blick auf sich. Daneben ausserdem ein Falscher Jasmin (Philadelphus coronarius) und ein Japanischer Blumen-Hartriegel (Cornus kousa). Zwischen den Rosensträuchern durch folgt zuerst ein Bereich mit Bodendecker-Rosen. Als nächstes kommt die Pfingstrosensammlung, in der nach wie vor viele Staudenpfingstrosen blühen.

Etwas weiter, in der Clematissammlung, blühen Clematis integrifolia 'Arabella', Clematis mandshurica, einige Clematis montana-Sorten und mehrere grossblumige Clematis. Begleitet werden sie von wunderschönen Kletterrosen. Unter anderem Rosa 'Albertine', Rosa 'Lykkefund' und Rosa 'Elfenreigen'. Im Rasen steht ein kleines Grüppchen Sternkugel-Lauch (Allium christophii).

Der kleine Weg über den wunderbaren Silberhang mit verschiedenen blühenden Brandkräutern (Phlomis) führt vorbei an Hängesommerfliedern (Buddleja alternifolia). Weiter geht's zwischen Gewächshäusern und Lagerschuppen hindurch in Richtung Irissammlung. Rechter Hand etwas nach oben geschaut stehen einige schmucke Strauchrosen. Ein paar Schritte weiter blüht gerade der Perrückenstrauch (Cotinus coggygria). Obwohl insbesondere die Samenstände auffällig sind, empfiehlt es sich, diese Blüten etwas genauer zu beachten.
In der Irissammlung soll das Augenmerk für einmal nicht auf die noch blühenden historischen Bartiris gerichtet werden, sondern auf die Zistrosen (Cistus) im Hang. Der warme und trockene Standort ist für diese Pflanzen ideal.

Soll der Spaziergang noch etwas ausgedehnt werden? Dann geht es weiter zu den Schmetterlingsblütlern auf dem Hochplateau. Hier blühen unter Anderem die Klebrige Robinie (Robinia viscosa), die Färberhülse (Baptisia australis) und der Bastard-Blasenstrauch (Colutea x media). Eine tolle einsame Rose (Rosa glauca) steht am Wegesrand gegenüber des Trockenbiotops.
Ein kleiner Abstecher ins Rhododendrontal beendet den Blütenspaziergang. Hier zeigen sich die sehr speziellen Blütenknospen und Blüten des Berglorbeers (Kalmia latifolia) und einige dezente weisse Blüten von unterschiedlichen Stauden.
Wer aus dem Spaziergang einen Rundgang machen will, kann noch bei der Salbeirabatte und dem Arzneipflanzengarten vorbei schauen und dann via Dychufer und Fuchsientreppe auf den Hof zurückkehren.

Bereifte Rose (Rosa glauca)
Bereifte Rose (Rosa glauca)
Pfingstrose (Paeonia 'Sarah Bernhardt')
Pfingstrose (Paeonia 'Sarah Bernhardt')
Mandschurische Waldrebe (Clematis mandshurica)
Mandschurische Waldrebe (Clematis mandshurica)
Hänge-Sommerflieder (Buddleja alternifolia)
Hänge-Sommerflieder (Buddleja alternifolia)
Berglorbeer (Kalmia latifolia)
Berglorbeer (Kalmia latifolia)

Pflanze des Monats

Centifolia-Gallica-Rose (Rosa 'Robert Le Diable')

Die Ursprünge dieser Rose liegen im Dunkeln. Sie stammt vermutlich aus Holland oder Belgien und gehört eigentlich zu den Zentifolien, aber auch ein bisschen zu den Gallica-Rosen. 1850 tauchte sie in einem Rosenkatalog auf, aber vielleicht auch schon 1837… Niemand weiss, wer sie gezüchtet hat, ob sie ein zufälliger Sämling war oder das Ergebnis jahrzehntelangen Bemühens um die beste Rosensorte.

Diese Rose wurde nach einer ganz grossen Oper benannt, welche 1831 in Paris uraufgeführt wurde: Robert le Diable. Darin geht es um teuflische Zeugung, Intrigen, Liebe, Ritterturniere und ein zombieartiges Friedhofsballett toter Nonnen, natürlich mit Happy End. Die Titelfigur basiert auf einem legendären normannischen Ritter, einem Fiesling sondergleichen. Den möchten Sie nicht näher kennenlernen. Wirklich nicht.

Als Rose dagegen ist ' Robert le Diable' bescheiden und sehr charmant. Die unbeschreibliche Blütenfarbe changiert irgendwo zwischen Purpur, Kirschrot, Grauviolett und bläulichem Scharlach, jede Blüte ist anders. Und der Duft! Sie ist eine der gesündesten Rosen und sehr robust. Seit Jahrzehnten gedeiht sie hier ohne Pflanzenschutz, eine Zeitlang wurde sie sogar regelmässig abgemäht. Eine himmlische Pflanze, könnte man meinen… Doch ihre Ausläufer und Stacheln zeigen, dass der Teufel dabei seine Hand im Spiel hatte.

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Pfingstrosen machen glücklich

Die Pfingstrosen blühen und erfreuen Auge und Nase gleichermassen. Die Strauchpfingstrosen beeindrucken mit riesigen Blüten, und die Wildarten bezaubern mit unglaublichen Farben, die Stauden machen langsam ihre dicken Knospen auf... Der Blühhöhepunkt wird an Auffahrt erwartet - gleichzeitig wie in der Irissammlung. Verpassen Sie das doppelte Spektakel nicht!

Wettblühen in den Meriangärten

Angefangen in der Staudenrabatte beim Eingang St. Jakob, in welcher sich zurückhaltende Schönheiten wie das Tränende Herz (Dicentra spectabilis), die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) oder die dunkellaubige Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris 'Raven Swing') präsentieren.

Weniger zurückhaltend, aber nicht weniger schön zeigen sich die ersten Pfingstrosenblüten. Umgeben sind sie von blühenden Wildhecken. Gleich dahinter können die ersten Clematisblüten bestaunt werden. Es handelt sich vor allem um Sorten von Clematis montana und Clematis alpina.

Weiter geht’s über den Silberhang mit der hübschen blauen Kugelblume (Globularia punctata), vorbei an einer blühenden Bitterorange (Poncirus trofoliata) durch das kleine Wäldchen in Richtung Irissammlung. Im Wäldchen muss besonders gut geschaut werden um eine kleine Rarität zu entdecken: eine Waldlilie (Trillium sessile). In der Irissammlung sind bereits zahlreiche Iris aus der Barbata-Nana-Gruppe am Blühen. Ausserdem einige Wildarten, wie zum Beispiel Iris sambucina.

Weiter könnte der Weg auf das Hochplateau führen. Aus der Familie der Schmetterlingsblütler leuchten mehrere Pflanzen um die Wette. Am auffälligsten ist der malerische Judasbaum (Cercis siliquastrum). Dahinter stehen der Purpur-Zwergginster (Chamaecytisus purpureus), die Schuppige Peterie (Peteria ramentacea) und einiges mehr.

Durch das immer noch blühende Rhododendrontal geht es zurück zur Villa Merian, vorbei an weiteren Staudenrabatten. Neben dem Vorplatz ist auch noch ein Blumenhartriegel (Cornus florida) zu bewundern.

Zum Schluss soll auf eine tolle Kübelpflanze aufmerksam gemacht werden: An der Südwand des Ökonomiegebäudes stehen zwei Arten vom Natternkopf (Echium webbii und Echium wildpretti) mit ihren Wahnsinns Blütenständen. Nicht verpassen!

Judasbaum (Cercis siliquastrum)
Judasbaum (Cercis siliquastrum)
Bitterorange (Poncirus trifoliata)
Bitterorange (Poncirus trifoliata)
Purpur-Zwergginster (Chamaecytisus purpureus)
Purpur-Zwergginster (Chamaecytisus purpureus)
Waldlilie (Trillium sessile)
Waldlilie (Trillium sessile)
Natternkopf (Echium Wildpretti)
Natternkopf (Echium Wildpretti)