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Der Arzneipflanzengarten ist wieder offen!

Nach mehreren Monaten Umbau ist der Arzneipflanzengarten wieder offen. Der Mohn blüht bereits, Kamille und Königskerze auch. Rund 250 weitere Pflanzenarten zeigen, wie vielfältig Pflanzen als Medizin genutzt werden: von bewährten traditionellen Heilpflanzen bis zu seltenen Arten, aus denen moderne Arzneimittel entwickelt werden.

Wir feiern die Wiedereröffnung am 7. Juni mit Führungen, Vorträgen, einer Kräuterwerkstatt und weiteren Angeboten zum Entdecken, Riechen und Staunen. Kommen Sie vorbei!

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Fast fertig!

Der Arzneipflanzengarten steht kurz vor der Wiedereröffnung. 

Jetzt geht es in den Endspurt: Auf den Mergelwegen wird Kies verteilt, hunderte Pflanzenschilder werden gesteckt, Texttafeln montiert, Bänke und Abfalleimer installiert. Die Jungpflanzen werden gegossen und mit Schattenabdeckungen versehen. Die letzten Handgriffe, dann ist es soweit!

Wir feiern die Wiedereröffnung des neu gestalteten Arzneipflanzengartens am Sonntag, dem 7. Juni, mit Programm zum Erleben und Staunen. Freuen Sie sich auf Kurzführungen, Expertentalks, eine Kräuterwerkstatt, die Sirupbar und viele Möglichkeiten, den neuen Garten zu entdecken.

Unbedingt vorbeikommen – wir freuen uns auf Sie!

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Irisblüte: Bald geht es los!

Die Iris blühen so schön, dass sogar das SRF in die Merian Gärten gekommen ist. Moderator Matthias Weinmann hat für Schweiz aktuell den Audiowalk getestet, mit dem Team gesprochen und live aus der Irissammlung berichtet, warum Menschen aus aller Welt die Blüte besuchen.

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Irisblüte: Bald geht es los!

Die ersten Hohen Bartiris öffnen bereits ihre Knospen. Doch bis die gesamte Sammlung in Blüte steht, dauert es aber noch ein paar Tage. Viele Knospen sind noch geschlossen und werden sich erst am Wochenende öffnen.

Unsere erste Einschätzung passt weiterhin: Wir erwarten den Beginn der Hochblüte in der Auffahrtswoche. Wer die einzigartige Sammlung in ihrer ganzen Farbenpracht erleben möchte, plant den Besuch am besten in diesem Zeitraum oder kurz danach ein – die Iris blühen nur wenige Wochen im Jahr.

Auffällig sind in diesem Jahr die vielen «gewellten» Blütenstiele. Das liegt an den kalten Nächten vor einigen Wochen, die das Wachstum während der Entwicklungsphase gestört haben.

Die Zwerg-Iris und die mittelhohen Bartiris blühen schon seit einiger Zeit und zeigen sich weiterhin von ihrer schönsten Seite.

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Pflanze des Monats

Riesenfedergras
Celtica gigantea

Hohe Gräser sind eigentlich erst im Spätsommer aktuell, doch das Riesenfedergras ist eine Ausnahme. Schon im Mai steigen die Halme zwischen niedrigeren Pflanzen fontänengleich empor, um später wie flirrende Wölkchen darüber zu schweben.

Dieses zart anmutende Gras stammt aus Südspanien und Marokko; es liebt heisse und sonnige Standorte, durchlässigen Boden und freien Stand. Die Pflege ist einfach: Wer mag, schneidet die Blatthorste im Spätwinter eine Handbreit über dem Boden zurück und später, im Sommer, die verblühten Halme, falls diese das Bild stören. Düngen und Giessen kann man sich sparen. Gelegentlich versamt es sich, was meistens Anlass zur Freude ist – und ansonsten sind die Pflänzchen schnell gejätet oder eingetopft und verschenkt.

In den Merian Gärten bildet das Riesenfedergras einen luftigen Kontrast zu den bombastischen Blütenständen der Steppen- und Königskerzen. Es bleibt trotz seiner Höhe transparent und fängt mit seinen flirrenden Rispen das Sonnenlicht ein. Der Sommer kann kommen!

Standort: Im Farbhügel neben dem Pächterhaus Vorder Brüglingen

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Es wird grün: die ersten Pflanzen kommen ins Beet

Der Arzneipflanzengarten macht Fortschritte! Wo es im Januar noch kahl war, wird es jetzt langsam grün.

Letzte Woche hat das Team der Gärtnerinnen und Gärtner mehrere hundert Pflanzen gesetzt. So eine grosse Aktion geht nur mit einem sorgfältigen Pflanzplan: auf diesem ist definiert, welche Arten wo wachsen sollen, wie viel Platz jede Art braucht und welche Stückzahl bestellt werden muss.  
In den kommenden Wochen folgen weitere Pflanzen: Einerseits die Jungpflanzen, die momentan im Gewächshaus noch Zeit zum Anwachsen brauchen, andererseits Pflanzen, die nicht winterhart sind und erst Mitte Mai ins Freie können.

Neben Minze, Salbei, Lavendel und anderen bekannten Arzneipflanzen freuen wir uns auch über einige Besonderheiten im Garten: Camellia sinensis, die Teepflanze, die in unseren Breitengraden eher selten zu sehen ist, oder Ribes nigrum, die ursprüngliche Wildform der Johannisbeere. Oder die Acker-Minze, die vermeintlich zu wenig attraktiv ist für die meisten Hobbygärtnerinnen und deshalb kaum in Gärtnerein zu finden, aber medizinisch durchaus relevant ist. 
Noch sind die Pflanzen klein; mit den kommenden warmen Tagen dürfte sich das jedoch schnell ändern. Bis die Pflanzen sich aber voll entfaltet haben, braucht es etwas Geduld – um vollständig einzuwachsen, brauchen die meisten Arten etwa 2 Jahre.

Bis zur Eröffnung am 7. Juni wird bereits ein stimmiger, lebendiger Garten erlebbar sein.

Programm Eröffnung
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Die ersten Iris blühen!

Die ersten Iris blühen! Darunter auch das ‘Findelkind’. Diese Sorte der mittelhohen Bartiris nutzen wir jedes Jahr um unseren Kalender einzustellen: Wenn sie blüht, dauert es noch zwei bis drei Wochen, bis die gesamte Iris-Sammlung in voller Blüte steht. Sollte das Wetter sonnig und relativ warm bleiben, erwarten wir den Beginn der Hauptblüte in der Woche von Auffahrt.

Schon jetzt lohnt sich ein Besuch. Nicht nur die mittelhohen, auch die Zwerg-Iris blühen. Sie sind nur 30 Zentimeter hoch, aber genauso farbenfroh wie ihre grossen Verwandten.

Mehr über die Irissammlung
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Jetzt aktuell

Was blüht?

Aktuell sehen die Merian Gärten jede Woche anders aus. Gleich zwei Sammlungen beginnen zu blühen und das märchenhafte Rhododendrontal ist unbedingt einen Besuch wert! Unsere Blüten-Highlights im April:


Sammlungen/ Besucherlieblinge

  • Rhododendrontal: Die Azaleen sind gerade in voller Blüte; die Rhododendren teilweise schon vorbei, teilweise kommen sie erst noch.
  • Pfingstrosen: Die Strauchpfingstrosen blühen, bei den Staudenpfingstrosen die ersten. Bemerkenswert sind beispielsweise Paeonia daurica subsp. mlokosewitschii (gelb und mit ungewöhnlicher Blattform), Paeonia arietina, Paeonia ‘Early Scout’ (eine Hybride zw. P. lactiflora und P. tenuifolia).
  • Die Zwergiris sind in voller Blüte. Ebenso einige Arten wie Iris x germanica(s), I. pallida, Iris marsica, Die meisten mittelhohen Iris blühen ebenfalls.

Ansonsten:

  • Die Mondviole (Lunaria rediviva) verzaubert den Dyychuferweg mit lila Blüten. Der Name kommt davon, dass die Pflanze in der Nacht duftet um Nachtfalter anzuziehen.
  • Verschiedenste späte Tulpen blühen noch – aber nicht mehr lange. Beispielsweise beim Sommersitzplatz neben der Villa Merian (Tulipa ‘Green Star’) oder die hübschen gelben Tulpen zwischen Villa und Mühle (Tulipa batalinii ‘Yellow Jewel’)
  • Ebenfalls beim Sommersitzplatz neben der Villa Merian blühen jetzt verschiedene Schneebälle (Viburnum) und verschiedene Salomonssiegel (zB Polygonatum multiflorum 'Ramosissimum')
  • Im Nordgarten leuchtet das Grüngelb der Mittelmeer-Wolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii) im «Eichenhügel». Und gleich daneben im «Lindenhain» ein weisser Teppich der Grossen Stermiere (Stellaria holostea bzw. neu Rabelera holostea)
  • Bijous im Schatten der Rhododendren: Riesen-Dreizipfellilie (Trillium chloropetalum var. giganteum), Himalaya-Maiapfel (Podophyllum hexandrum) und Einbeere (Paris quadrifolia). Alles sind Pflanzen mit insbesondere auffälligem Blatt, aber bei genauer Betrachtung interessanter Blüte
  • Und in den ganzen Gärten ist der Weissdorn in den Wildhecken besonders schön (Crataegus monogyna): Sein Weiss leuchtet aus allem heraus.
Zwergiris 'Laurin'
Zwergiris 'Laurin'
Euphorbia characias ssp. wulfenii
Euphorbia characias ssp. wulfenii
Rabelera (Stellaria) holostea
Rabelera (Stellaria) holostea
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Pflanze des Monats

Spanischer Ginster
Genista hispanica

Trockener, steiniger Boden? Vollsonnig und heiss? Keine Lust, nach Feierabend den Garten zu giessen? Dann wäre der Spanische Ginster eine passende Pflanze für Ihren Garten. Er wächst zu einem kompakten Kissen heran, sieht das ganze Jahr über proper aus, und ab Mitte April ist er übersät mit gelben Blüten, an denen diverse Insekten ihre Freude haben. Dünger produziert er selber, mithilfe von Knöllchenbakterien in seiner Wurzel. Im Gegensatz zu anderen Ginsterarten verträgt er sogar unseren kalkhaltigen Boden.

Aber aufgepasst beim Kauf! Als Spanischen Ginster bekommen Sie im Handel oft den Binsenginster. Hierbei kommt es nämlich auf den botanischen Namen an: Genista hispanica ist niedrig, kompakt und wunderschön; Spartium junceum ist hoch, breit und auch wunderschön - aber eben ganz anders.

Vor einigen Jahren entdeckten wir in einem der Stachelkissen ein gut getarntes Nest. Nach längerem Werweissen («Haselmaus? Zaunkönig? Superman?») haben wir das Rätsel gelöst: Der Zilpzalp wars! Ein kleiner brauner Vogel, dessen Ruf wie sein Name klingt, irgendwie. Sein Nest baut er knapp über dem Boden in niedrigem Gesträuch. Da er sich heimlich ans Nest anpirscht, sieht man ihn fast nie. Falls doch, freuen Sie sich!

Standort: Im Nordgarten, im "Eichenhügel"

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Umbau im Arzneipflanzengarten

Wer in diesen Tagen durch den Arzneipflanzengarten geht, wundert sich vielleicht: Die Beete sind leer. Wo sonst eine Vielzahl an Pflanzen wächst, sieht man derzeit Erde, Holz, Kies, Steine – und auch immer wieder einen Bagger.

Der Grund: Wir überarbeiten den Garten. Unser Team der Landschaftsgärtner erneuert die Beetabtrennungen und baut eine Drainageschicht aus Steinen ein, damit überschüssiges Wasser künftig besser abfliessen kann. Anschliessend wird frische Erde eingebracht und die Beete für die neue Bepflanzung vorbereitet. Für all diese Arbeiten kommen auch grössere Maschinen zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen ist deshalb der Durchgang zur Orangerie zeitweise gesperrt.

Die Pflanzen selbst sind übrigens nicht alle verschwunden. Wir haben sie bereits im Herbst ausgegraben. Jetzt warten vielen von ihnen in Kübeln darauf, wieder ausgepflanzt zu werden.

Die Arzneipflanzen kommen also zurück. Schon bald wird es hier wieder wachsen und blühen.

Und das feiern wir: Am 7. Juni laden wir zur Wiedereröffnung des Arzneipflanzengartens ein.

Save the date!